Kreditlexikon

Ein paar Begriffe rund um Kredite werden Ihnen hier erläutert.

 

Dispokredit

Dies ist eine Art Kredit, welcher Ihnen oft von Ihrer Bank (wo Sie ihr Girokonto haben) gewährt wird. Der Betrag für den Dispokredit hängt üblicherweise von Ihrem Einkommen ab. Viele Institute nehmen als Faustregel das 2 bis 3- fache des monatlichen Nettoeinkommens. Der Dispokredit ist eigentlich eine Abkürzung für Dispositionskredit und meint eine (kurzfristige) zur Verfügung Stellung eines Kreditrahmens. Interessant ist diese Art von Kredit, wenn Sie schnell und ohne Umwege eine größere Anschaffung machen wollen bzw. kurzfristig Geld für irgendeine Sach- oder Dienstleistung benötigen. Jedoch sollte man bei den Zinsen aufpassen: Diese sind bei einem Dispokredit oft wesentlich höher als bei einem "echten" Kredit. Allerdings können Sie hier viel schneller und einfach darüber verfügen. Manchmal lohnt es sich auch, einen Dispokredit abzulösen. Das heißt, dass man einen "normalen" Ratenkredit aufnimmt, damit den Dispositionskredit tilgt (also ablöst und das Girokonto wieder ins Plus bewegt) und dann konstant den aufgenommenen Kredit abstottert. Da hilft oft ein Nachrechnen und Vergleichen, denn die Zinsen machen hier durchaus einen großen Unterschied.

Effektiver Jahreszins

Das ist letzenendes der Zinssatz, den man insgesamt bei einem Kredit, auf das Jahr gerechnet, bezahlt. Nützlich ist dieser Wert in jedem Fall, denn so kann man mehrere Anbieter miteinander vergleichen. In dem effektiven Jahreszins sind üblicherweise alle Kreditnebenkosten mit eingerechnet.

Kreditkonditionen

Das sind praktisch die "Bedingungen", unter denen Sie den Kredit bekommen und natürlich am interessantesten beim Vergleich von Krediten. Hierbei stehen die Laufzeit und der Zinssatz im Vordergrund. Aber auch zum Beispiel, ob Sie eine Sondertilgung des Kredites tätigen können. Auch legen die Kreditinstitute selbst fest, wer unter welchen Bedingungen einen Kredit bekommen kann. Die Angebote sind durchaus sehr verschieden, ein Kredit Vergleich lohnt sich da in jedem Fall. Und ein genaues Hinsehen in die Vertragsunterlagen sowieso.

Kreditlimit

Dabei versteht man die maximale Obergrenze, zu der ein Kredit gewährt werden kann. Also der Betrag, bis zu dem der Kreditnehmer den Kredit ausschöpfen darf. Generell wird versucht, das Limit etwas niedriger anzusetzen als eigentlich möglich ist. Die Höhe von dem Kreditlimit hängt natürlich maßgebend von der Bonität ab. Man muss sich also auch selbst einmal fragen, was man sich an Kredit leisten kann.

Kreditnebenkosten

Dies kann man so verstehen, dass es praktisch die Kosten sind, die neben der eigentlichen Geldsumme gilt zu bezahlen. Zum Beispiel fallen unter die Kreditnebenkosten die Zinsen, die an den Kreditgeber zu entrichten sind. Eventuell auch anfallende Bearbeitungsgebühren. Man sollte hier genau prüfen, welche Kosten wirklich in der Tat entstehen. Um die Vergleichbarkeit der einzelnen Kreditanbieter zu gewährleisten, gibt es ein Maß des effektiven Jahreszins, oder auch Effektivzins. In diesem Maß sollten alle Kreditnebenkosten enthalten sein. Schauen Sie also genau hin, was Ihnen an weiteren Kosten als der eigentlichen Kreditsumme entsteht.

Kreditrate

Unter der Rate wird der Betrag verstanden, der (in aller Regel) monatlich an den Kreditgeber zu entrichten ist. Dadurch wird der Kredit getilgt. Wie hoch die Kreditrate ist, hängt von der Kreditsumme, dem Zinssatz und der Laufzeit ab. Will man also einen Kredit schneller wieder tilgen, so wählt man eine kürzere Laufzeit. Möchte man lieber eine niedrigere monatliche Kreditrate, dann vereinbart man eine längere Laufzeit.

Kreditrisiko

Das Risiko eines Kredites trägt erst einmal die Bank. Diese will sich jedoch auch absichern, dass sie das geliehene Geld auch zurückerhält, also die Wahrscheinlichkeit des Verlustes minimieren. Dazu führen die Kreditinstitute sogenannte Bonitätsprüfungen durch. Es soll dabei geprüft werden, ob der Kunde kreditwürdig ist und man ihm sozusagen das Geld guten Gewissens anvertrauen kann. Die Banken sind aber letztlich auch dazu verpflichtet, das Kreditrisiko beim Kunden einzuschätzen. Es soll auch verhindert werden, dass sich der Kunde an den Abgrund seiner finanziellen Existenz bringt.

Kreditvertrag

In diesem Vertrag werden die Rechte und Pflichten des Kreditnehmers und Kreditgebers (schriftlich) festgesetzt und geregelt. Unter anderem sind die Kredithöhe (also die Kreditsumme), der Zinssatz, die Laufzeit des Kredites und die Rückzahlungsvereinbarungen darin enthalten. Durch die Unterschrift des Kunden erkennt dieser den Kreditvertrag an, in aller Regel auch gleichzeitig die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Kreditinstitutes. Weitere Vereinbarungen können auch in dem Kreditvertrag getroffen werden. Bevor man unterschreibt, sollte man sich den Vertrag in aller Ruhe durchlesen und ggf. unklare Punkte vom Kreditinstitut erläutern lassen.